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	<title>Prana Andreja</title>
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	<description>Frauengesundheit, Yoga &#38; Massage</description>
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	<title>Prana Andreja</title>
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		<title>Wenn plötzlich die Tränen kommen und du gar nicht weißt, warum</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreja]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2026 10:51:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beckenboden & Schoßraum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Über deinen Bauch- und Schoßraum, über das, was er für dich hält, und warum er sich nach liebevoller Aufmerksamkeit sehnt Vielleicht kennst du diesen Moment. Es ist abends, die Kinder schlafen endlich, und du legst dich für ein paar Minuten hin. Ganz unbewusst landet deine Hand auf deinem Bauch, einfach so, weil sie dort ruhen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-block-paragraph"><em>Über deinen Bauch- und Schoßraum, über das, was er für dich hält, und warum er sich nach liebevoller Aufmerksamkeit sehnt</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht kennst du diesen Moment. Es ist abends, die Kinder schlafen endlich, und du legst dich für ein paar Minuten hin. Ganz unbewusst landet deine Hand auf deinem Bauch, einfach so, weil sie dort ruhen will. Und auf einmal steigt etwas in dir hoch, das du gar nicht erwartet hast. Ein Kloß im Hals, eine Wärme hinter den Augen, und bevor du es richtig einordnen kannst, laufen dir Tränen über das Gesicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Frauen erzählen mir genau davon, oft ein bisschen verlegen, als hätten sie etwas falsch gemacht. „Ich weiß gar nicht, warum ich gerade weinen muss“, sagen sie dann. „Eigentlich ist doch alles okay.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und meistens stimmt das sogar. Nach außen ist alles okay. Der Alltag läuft, die Termine werden eingehalten, der Kaffee wird zum dritten Mal aufgewärmt und trotzdem nicht ausgetrunken. Du hältst alles zusammen, und niemand von außen würde vermuten, wie viel du dabei eigentlich festhältst. Manchmal auch ganz wörtlich, nämlich in deinem Bauch.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Raum, den wir eher bewerten als spüren</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="586" src="https://pranaandreja.de/wp-content/uploads/2026/10/Prana_Andreja_Menstruationsbeschwerden-edited-1024x586.jpg" alt="" class="wp-image-1741" srcset="https://pranaandreja.de/wp-content/uploads/2026/10/Prana_Andreja_Menstruationsbeschwerden-edited-1024x586.jpg 1024w, https://pranaandreja.de/wp-content/uploads/2026/10/Prana_Andreja_Menstruationsbeschwerden-edited-300x172.jpg 300w, https://pranaandreja.de/wp-content/uploads/2026/10/Prana_Andreja_Menstruationsbeschwerden-edited-768x439.jpg 768w, https://pranaandreja.de/wp-content/uploads/2026/10/Prana_Andreja_Menstruationsbeschwerden-edited.jpg 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich Frauen frage, wie sie über ihren Bauch denken, kommen selten liebevolle Worte. Er ist zu weich, zu rund, nach der Schwangerschaft nicht mehr so wie früher, abends aufgebläht, morgens etwas flacher. Wir schauen im Spiegel auf ihn, ziehen ihn ein, verstecken ihn unter weiten Oberteilen und halten auf Fotos kurz die Luft an. Wir reden viel <em>über</em> unseren Bauch, aber erstaunlich selten <em>mit</em> ihm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei ist dieser Bereich so viel mehr als eine Körperform, die gefallen soll. Im unteren Bauch, geschützt vom Becken, liegt dein Schoßraum, im Englischen oft <em>Womb</em> genannt. Hier liegen deine Gebärmutter und deine Eierstöcke, hier verändert sich in jedem Zyklus etwas, hier ist vielleicht ein Kind gewachsen oder ein Kinderwunsch zu Hause. Es ist ein Raum, der in vielen Traditionen als Zentrum weiblicher Kraft, Kreativität und Lebendigkeit gesehen wurde. Und gleichzeitig ist es der Raum, dem viele von uns am wenigsten freundliche Aufmerksamkeit schenken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich finde, das ist eine Einladung, genauer hinzuschauen. Nicht mit dem prüfenden Blick in den Spiegel, sondern mit der Frage, was dieser Raum eigentlich alles für dich leistet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum dein Bauch so eng mit Nervensystem, Zyklus und Hormonen verbunden ist</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht hast du schon einmal den Ausdruck „Bauchgefühl“ benutzt, oder du kennst das flaue Gefühl im Magen vor einem schwierigen Gespräch. Dass wir diese Redewendungen haben, ist kein Zufall. In deinem Bauch arbeitet ein eigenes, sehr dichtes Nervengeflecht, das manchmal auch als „Bauchhirn“ bezeichnet wird. Es steht in ständigem Austausch mit deinem Gehirn, und ein großer Teil dieser Kommunikation läuft über den Vagusnerv, einen Nerv, der eine wichtige Rolle für Ruhe, Verdauung und Regeneration spielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das heißt: Was in deinem Nervensystem los ist, kann sich in deinem Bauch zeigen, und umgekehrt kann das, was in deinem Bauch passiert, Einfluss darauf haben, wie ruhig oder angespannt du dich fühlst. Wenn du gestresst bist, gehen Atem und Bauchdecke oft in eine Art Schutzhaltung. Wenn du dich sicher fühlst, darf der Bauch weich werden, und die Verdauung kann in Ruhe ihre Arbeit machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch deine Hormone und dein Zyklus sind mit diesem Raum verbunden. Deine Eierstöcke liegen hier und bilden im Zyklusverlauf unter anderem Östrogen und Progesteron. Deine Gebärmutter baut jeden Monat Schleimhaut auf und gibt sie mit der Periode wieder ab. Und auch dein Darm ist an diesem Zusammenspiel beteiligt, denn er hilft dabei, Hormone zu verstoffwechseln und auszuscheiden. Viele Frauen bemerken deshalb, dass sich ihr Bauch im Laufe des Zyklus verändert: in der zweiten Zyklushälfte vielleicht etwas voller oder empfindlicher, rund um die Periode manchmal ziehend oder krampfend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig ist mir dabei: Das alles ist kein Zeichen, dass etwas „falsch“ ist. Es ist ein Zeichen, dass dein Körper in Bewegung ist und auf vieles gleichzeitig reagiert. Oft spielen mehrere Faktoren zusammen, Stress, Schlaf, Ernährung, Zyklusphase und auch die Frage, wie viel Spannung du gerade in dir trägst.</p>



<h2 class="wp-block-heading">„Bauch rein!“ – was wir von klein auf gelernt haben</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt einen Satz, den mir so viele Frauen erzählen, dass ich ihn inzwischen fast erwarte: „Bauch anspannen!“ Beim Ballett, beim Turnen, beim Tanzen, im Sportunterricht, später im Fitnessstudio oder beim Reiten. Ein gerader Rücken, ein flacher Bauch, eine aufrechte Haltung galten als Zeichen von Disziplin und Schönheit. Und viele von uns haben diesen Satz so oft gehört, dass sie ihn irgendwann gar nicht mehr hören mussten. Der Bauch blieb einfach angespannt, im Training, in der Schule, im Bus, auf dem Sofa.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich kenne diesen Satz auch aus meinem eigenen Leben. Ich habe viele Jahre getanzt, und „Bauch einziehen“ gehörte dort einfach dazu, so selbstverständlich, dass ich es nie hinterfragt habe. Nach meiner Schwangerschaft wollte ich wieder in Bewegung kommen und habe es mit Pilates und Yoga versucht. Und auch dort hörte ich ihn wieder, in fast jeder Stunde: Bauch anspannen, Mitte halten, Nabel zur Wirbelsäule. Ehrlich gesagt war das für mich unglaublich anstrengend. Mein Körper hatte gerade ein Kind getragen und geboren, und statt weich und ankommen zu dürfen, sollte er schon wieder halten und funktionieren. Sogar in der Rückbildung ging es fast nur darum, „Gräser zu zupfen“, hochzuziehen und anzuspannen. Kein einziges Wort darüber, dass Atmung und Beckenboden miteinander schwingen und dass ein Beckenboden genauso lernen darf, wieder loszulassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lange habe ich deshalb keinen Sport gefunden, der sich wirklich richtig für mich angefühlt hat. Ich bin beim Schwimmen geblieben und beim intuitiven Tanzen, wo ich mich einfach so bewegen durfte, wie es sich gerade gut anfühlt. Und dann durfte ich Female Health Yoga kennenlernen. Zum ersten Mal ging es nicht um Perfektion, nicht um die richtige Form und nicht um einen flachen Bauch, sondern darum, dem eigenen Körpergefühl zu folgen. Das hat mir so richtig gutgetan, und es hat meinen Blick auf meinen eigenen Bauch und mein Becken nachhaltig verändert.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="576" src="https://pranaandreja.de/wp-content/uploads/2025/01/female-health-yoga-weiche-haltung-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-1736" srcset="https://pranaandreja.de/wp-content/uploads/2025/01/female-health-yoga-weiche-haltung-1024x576.jpg 1024w, https://pranaandreja.de/wp-content/uploads/2025/01/female-health-yoga-weiche-haltung-300x169.jpg 300w, https://pranaandreja.de/wp-content/uploads/2025/01/female-health-yoga-weiche-haltung-768x432.jpg 768w, https://pranaandreja.de/wp-content/uploads/2025/01/female-health-yoga-weiche-haltung.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Eine bewusste Körperspannung ist in vielen Situationen sinnvoll und hilfreich. Schwierig kann es werden, wenn aus der bewussten Spannung eine Dauerspannung wird, die sich gar nicht mehr lösen darf. Dann kann es passieren, dass sich der Bereich irgendwann wie taub anfühlt. Frauen beschreiben es mir so: „Ich spüre da eigentlich gar nichts“, oder „Mein Bauch fühlt sich an wie ein Brett“, oder „Ich weiß gar nicht, wie es sich anfühlt, ihn einfach loszulassen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ein Bereich lange festgehalten wird, kann sich auch die Wahrnehmung verändern. Der Körper gewöhnt sich an die Spannung, und das, was eigentlich viel Kraft kostet, fühlt sich irgendwann normal an. Dazu kommt, dass ein dauerhaft eingezogener Bauch oft mit einem flacheren Atem einhergeht. Statt dass sich der Atem bis in den Bauch und das Becken ausbreiten kann, bleibt er eher oben in der Brust. Und ein flacher Atem ist für das Nervensystem häufig eher ein Signal von Wachsamkeit als von Ruhe.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was das mit deinem Beckenboden zu tun haben kann</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dein Bauch und dein Beckenboden arbeiten eng zusammen. Stell dir deinen Rumpf wie einen Raum vor: Oben ist das Zwerchfell, dein wichtigster Atemmuskel, unten der Beckenboden, und rundherum liegen die Bauch- und Rückenmuskeln. Wenn du einatmest, senkt sich das Zwerchfell, und im besten Fall gibt auch der Beckenboden sanft nach. Wenn du ausatmest, heben sich beide wieder. Dieses feine Mitschwingen ist eine Art innere Bewegung, die dein Becken lebendig hält.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Wenn der Bauch aber ständig festgehalten wird, kann dieses Zusammenspiel aus dem Takt kommen. Häufig hält dann auch der Beckenboden mit, ohne dass du es merkst. Viele Frauen sind überrascht, wenn sie hören, dass ihr Beckenboden vielleicht gar nicht zu schwach ist, sondern eher zu angespannt. Mir ging es genauso: Nach all den Jahren mit Tanzen, Anspannen und Hochziehen hatte ich tatsächlich einen verspannten Beckenboden, und das habe ich erst durch meine Ausbildung erfahren. Ich hatte immer gedacht, ich müsste einfach mehr trainieren, dabei brauchte mein Beckenboden vor allem eines, nämlich die Erlaubnis, wieder loszulassen. Ein Beckenboden, der dauerhaft hält, kann sich müde anfühlen und trotzdem schlecht reagieren, wenn er gebraucht wird, zum Beispiel beim Husten, Niesen oder Springen. Er kann sich auch in einem Druckgefühl, Ziehen im unteren Rücken oder Unterleib zeigen. Das kann ein Hinweis auf zu viel Spannung sein, es kann aber auch andere Ursachen haben, deshalb lohnt sich bei anhaltenden Beschwerden immer der Blick einer Ärztin oder Physiotherapeutin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was ich in meiner Arbeit immer wieder erlebe: Ein Beckenboden, der loslassen darf, wird oft erst dadurch wieder spürbar. Und erst ein Beckenboden, den du spürst, kann auch bewusst halten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Dein Bauch hat eine Geschichte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt noch etwas, das mir in Gesprächen mit Frauen immer wieder begegnet, besonders mit Mamas. Viele tragen sichtbare Spuren an ihrem Bauch: eine Kaiserschnittnarbe, Narben von Operationen, zum Beispiel bei Endometriose, oder Dehnungsstreifen aus der Schwangerschaft. Und oft erzählen sie mir, dass sie genau diese Stellen kaum spüren. Die Haut fühlt sich dort taub an, manchmal hart oder fremd, so als würde dieser Teil gar nicht richtig zu ihnen gehören.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Häufig kommt noch etwas dazu, das leiser ausgesprochen wird: Viele Frauen mögen diese Stellen nicht. Sie schauen nicht gern hin, berühren sie beim Eincremen so schnell wie möglich oder gar nicht und verstecken sie, so gut es geht. Manche sagen mir ganz ehrlich: „Diesen Teil von mir lehne ich irgendwie ab.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich verstehe das so gut, weil ich es selbst kenne. Seit meiner ersten Schwangerschaft habe ich Dehnungsstreifen rund um meinen Bauchnabel. Lange Zeit habe ich so ziemlich alles versucht, um sie loszuwerden oder wenigstens zu kaschieren. Ich habe versucht, sie wegzutrainieren, ich habe Needling gemacht, und ich habe meinen Bauch dabei eigentlich nur als Baustelle gesehen, die endlich wieder „in Ordnung“ kommen sollte. Erst durch meine Ausbildung in Frauengesundheit habe ich angefangen, diesem Teil von mir bewusst Raum zu geben und ihn liebevoll zu berühren, statt ihn zu bekämpfen. Und dadurch hat sich meine Beziehung zu meinem Bauch verändert. Heute sehe ich in ihm den Bauch, der zwei wundervolle und gesunde Kinder tragen durfte.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="576" src="https://pranaandreja.de/wp-content/uploads/2026/10/bauch-nach-schwangerschaft-annehmen-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-1744" srcset="https://pranaandreja.de/wp-content/uploads/2026/10/bauch-nach-schwangerschaft-annehmen-1024x576.jpg 1024w, https://pranaandreja.de/wp-content/uploads/2026/10/bauch-nach-schwangerschaft-annehmen-300x169.jpg 300w, https://pranaandreja.de/wp-content/uploads/2026/10/bauch-nach-schwangerschaft-annehmen-768x432.jpg 768w, https://pranaandreja.de/wp-content/uploads/2026/10/bauch-nach-schwangerschaft-annehmen.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb möchte ich auch dir einen anderen Blick darauf anbieten. Dein Körper hat eine Geschichte. Er verändert sich, wenn Leben in ihm entsteht, wenn er ein Kind trägt und zur Welt bringt, wenn er eine Operation durchsteht oder über Jahre mit Schmerzen umgehen muss. Jede Narbe und jeder Streifen erzählt von etwas, das dein Körper für dich getragen und bewältigt hat. Das muss sich nicht schön anfühlen, und du musst es auch nicht sofort lieben. Aber vielleicht darf dieser Teil von dir wieder ein bisschen mehr dazugehören.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass sich Narben taub oder hart anfühlen, ist übrigens gar nicht ungewöhnlich. Bei einer Operation werden Haut, Gewebe und feine Nerven durchtrennt, und Narbengewebe ist anders aufgebaut als die Haut drumherum. Die Empfindung kann sich über lange Zeit verändern, und oft spielen auch das Erlebte rund um die Geburt oder die Operation und die Art, wie wir diesem Bereich seitdem begegnen, mit hinein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was ich in meiner Arbeit immer wieder erlebe, ist, dass gerade hier ein langsames Annähern guttut. Nicht gleich draufdrücken oder etwas „wegmassieren“ wollen, sondern Schritt für Schritt: vielleicht erst einmal nur hinschauen, ohne zu bewerten. Dann eine warme Hand in die Nähe legen, über die Kleidung oder ein Stück neben der Narbe. Und irgendwann, wenn es sich stimmig anfühlt, ganz sanft darüber streichen. Manche Frauen erzählen mir, dass sie nach einiger Zeit zum ersten Mal wieder etwas an dieser Stelle gespürt haben, und dass sich damit auch ihr Gefühl für diesen Teil ihres Körpers verändert hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig ist dabei: Berühre nur Narben, die vollständig verheilt sind, und geh dabei nie über Schmerz hinweg. Wenn eine Narbe schmerzt, zieht oder dir Sorgen macht, lass sie bitte ärztlich oder physiotherapeutisch anschauen. Und wenn das Berühren schwere Gefühle oder Erinnerungen weckt, darfst du dir dafür auch Begleitung holen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Lust, Nähe und die Fähigkeit, dich hinzugeben</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Über diesen Teil wird selten gesprochen, und gerade deshalb möchte ich ihn hier nicht auslassen. Viele Frauen erzählen mir, oft erst nach einiger Zeit und ganz leise, dass sie in der Intimität wenig spüren. Dass sie eigentlich Nähe wollen, ihr Körper aber nicht mitgeht. Dass sie schwer loslassen können oder dass ein Orgasmus sich für sie schwer erreichbar anfühlt. Manche sind dabei sehr hart mit sich selbst und denken, mit ihnen stimme etwas nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lust und Hingabe haben viel mit Entspannung zu tun. Damit Erregung entstehen kann, braucht der Körper ein Gefühl von Sicherheit, eine gute Durchblutung im Becken und ein Nervensystem, das vom Funktionieren ins Fühlen wechseln darf. Wenn der Bauch- und Beckenraum über Jahre vor allem gehalten, eingezogen und bewertet wurde, kann es sein, dass genau dieses Fühlen schwerer zugänglich ist. Nicht, weil du etwas falsch machst, sondern weil dein Körper gelernt hat, diesen Bereich zu schützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich erzähle dir das nicht von außen, sondern weil ich es selbst so erlebt habe. Früher hatte ich nur selten einen Orgasmus, und es fiel mir schwer, Nähe wirklich zuzulassen. Wenn mein Partner auf mich zukam, war mein erster Gedanke manchmal einfach nur: „Oh Mann, schon wieder.“ Ich dachte lange, dass das eben so ist und dass ich mich damit abfinden muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst durch meine Ausbildungen im Bereich Frauengesundheit habe ich mir wieder Raum geschenkt, diesen Teil von mir neu kennenzulernen. Ich habe angefangen, mein Becken bewusst in Bewegung zu bringen, meine Mitte zu durchbluten und alles weich werden zu lassen, statt es festzuhalten. Und vor allem habe ich die tiefe Atmung in meinen Alltag integriert, eine Atmung, die bis in den Bauch und ins Becken reichen darf. Mit der Zeit hat sich dadurch für mich etwas verändert, das ich vorher nicht für möglich gehalten hätte. Heute erlebe ich Lust ganz anders, und ich erlebe sogar multiple Orgasmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist meine persönliche Geschichte, und jeder Körper ist anders. Lust ist nie nur eine Frage des Beckens. Müdigkeit, Hormone, Zyklusphase, die Beziehung, alte Erfahrungen, der Alltag mit kleinen Kindern, all das spielt mit hinein. Ich möchte dir damit auch nichts versprechen. Aber ich möchte dir zeigen, dass „so bin ich halt“ vielleicht nicht das letzte Wort sein muss, und dass es sich lohnen kann, deinen Schoßraum nicht nur zu kontrollieren, sondern ihn wieder bewohnen zu dürfen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Tränen sind kein Zeichen, dass etwas nicht stimmt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Und damit sind wir wieder bei dem Moment vom Anfang. Bei der Hand auf dem Bauch und den Tränen, die plötzlich da sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte dir an dieser Stelle etwas sagen, was du vielleicht schon lange hören wolltest: Du machst nichts falsch, wenn dich so ein Moment überrascht. Dein Körper ist nicht kaputt, und du bist auch nicht „zu empfindlich“. Oft ist es einfach so, dass dein Körper etwas abgibt, das er lange für dich getragen hat, weil gerade endlich einmal Raum dafür da ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich arbeite über den Körper, weil er speichert, was Gespräche allein oft nicht erreichen. In meinen Massagen erlebe ich immer wieder, dass Frauen auf der Liege weinen, ohne dass sie es erklären können, und danach mit einem Gefühl aufstehen, das sie kaum beschreiben können. Manche nennen es leichter, manche sagen, sie fühlen sich wieder ein bisschen mehr wie sie selbst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist kein Wunder und auch keine Heilung. Es ist eher so etwas wie ein Durchatmen, das lange gefehlt hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie du deinem Schoßraum heute schon begegnen kannst</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://pranaandreja.de/wp-content/uploads/2025/01/uebung-rueckenlage-haende-unterbauch-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-1742" srcset="https://pranaandreja.de/wp-content/uploads/2025/01/uebung-rueckenlage-haende-unterbauch-1024x576.jpg 1024w, https://pranaandreja.de/wp-content/uploads/2025/01/uebung-rueckenlage-haende-unterbauch-300x169.jpg 300w, https://pranaandreja.de/wp-content/uploads/2025/01/uebung-rueckenlage-haende-unterbauch-768x432.jpg 768w, https://pranaandreja.de/wp-content/uploads/2025/01/uebung-rueckenlage-haende-unterbauch.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Du brauchst dafür keine besondere Technik und auch keine lange Zeit. Wenn du heute Abend ein paar Minuten für dich hast, lade ich dich zu einer kleinen Übung ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Leg dich auf den Rücken, stell die Füße auf, wenn es sich gut anfühlt, und leg beide Hände auf deinen Unterbauch, etwas unterhalb des Bauchnabels. Du musst nichts verändern. Spür einfach, wie sich deine Bauchdecke unter deinen Händen mit dem Atem hebt und senkt, und lass deine Hände dabei schwer werden, als würden sie dort ankommen dürfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht magst du beim Einatmen innerlich die Erlaubnis geben, dass dein Bauch ein kleines bisschen weicher werden darf, und beim Ausatmen spüren, ob sich auch im Becken etwas mitbewegt. Wenn du magst, kannst du deinem Bauch dabei leise sagen: „Du darfst jetzt loslassen. Ich halte dich.“ Das kann sich am Anfang ungewohnt anfühlen, vielleicht sogar ein bisschen albern. Lass dir Zeit damit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht merkst du, wie sich dein Atem nach ein paar Zügen ganz von allein vertieft. Vielleicht merkst du auch erst einmal nur, wie fest es sich dort anfühlt, oder dass du dort kaum etwas spürst. Alles davon ist in Ordnung, denn es geht nicht darum, dass etwas Bestimmtes passiert, sondern darum, dass du wieder hinspürst. Wenn du merkst, dass dich die Übung sehr aufwühlt, darfst du jederzeit aufhören, die Augen öffnen und dich im Raum umschauen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Womb Meditation mit Bauchmassage am 22. Oktober</h2>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><a href="https://calendly.com/pranaandreja-info/womb-meditation"><img loading="lazy" decoding="async" width="819" height="1024" src="https://pranaandreja.de/wp-content/uploads/2025/01/womb-meditation-bauchraum-ingolstadt-819x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1735" style="aspect-ratio:0.7998125439350152;width:400px;height:auto" srcset="https://pranaandreja.de/wp-content/uploads/2025/01/womb-meditation-bauchraum-ingolstadt-819x1024.jpg 819w, https://pranaandreja.de/wp-content/uploads/2025/01/womb-meditation-bauchraum-ingolstadt-240x300.jpg 240w, https://pranaandreja.de/wp-content/uploads/2025/01/womb-meditation-bauchraum-ingolstadt-768x960.jpg 768w, https://pranaandreja.de/wp-content/uploads/2025/01/womb-meditation-bauchraum-ingolstadt.jpg 1080w" sizes="(max-width: 819px) 100vw, 819px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du dir für diesen Moment mehr Raum wünschst und nicht allein auf deinem Sofa liegen möchtest, dann lade ich dich herzlich zu meiner <strong>Womb Meditation mit Bauchmassage</strong> ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am <strong>Donnerstag, den 22. Oktober</strong>, treffen wir uns von <strong>18-19 Uhr</strong> im <strong><a href="https://share.google/UGmIviOnMEp8XFT1J" target="_blank" rel="noopener">Soul Studio</a> in Ingolstadt</strong>. Eine Stunde lang kommst du in einer kleinen Runde von Frauen an, wirst durch eine geführte Meditation in deinen Bauch- und Schoßraum begleitet und lernst eine sanfte Bauchselbstmassage kennen, die du danach auch zu Hause für dich nutzen kannst. Du musst dafür nichts können und nichts mitbringen außer bequemer Kleidung und der Bereitschaft, dir diese Stunde zu schenken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich weiß, wie schwer es sich anfühlen kann, sich selbst an die erste Stelle zu setzen, wenn alle anderen dich gerade brauchen. Aber vielleicht darf diese eine Stunde genau der erste kleine Schritt sein, um wieder bei dir anzukommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Energieausgleich:</strong> 22€<br><strong><a href="https://calendly.com/pranaandreja-info/womb-meditation?back=1&amp;month=2026-10" target="_blank" rel="noopener">Anmeldung</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich freue mich sehr auf dich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deine Andreja</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Dieser Beitrag dient der Information und Selbstreflexion und ersetzt keine medizinische, physiotherapeutische oder psychotherapeutische Beratung. Wenn du anhaltende Beschwerden, Schmerzen oder belastende Erfahrungen in diesem Bereich hast, sprich bitte mit deiner Ärztin, Physiotherapeutin für deinen Beckenboden oder Therapeutin.</em></p><p>The post <a href="https://pranaandreja.de/wenn-plotzlich-die-tranen-kommen-und-du-gar-nicht-weisst-warum/">Wenn plötzlich die Tränen kommen und du gar nicht weißt, warum</a> first appeared on <a href="https://pranaandreja.de">Prana Andreja</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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